Chirogymnastik wird auch "aktive" oder "funktionelle Wirbelsäulengymnastik" genannt. Sogar bei chronischen Beschwerden kann die Chirogymnastik von Schmerzen befreien und die Beweglichkeit nachhaltig verbessern, so wie in der Osteopathie und der Chirotherapie.

Ein wesentliches Prinzip der Chirogymnastik besteht darin, dass die Behandlung stets dem individuellen Krankheitsbild angepasst wird und immer am schmerzfreien Körperende beginnt.

Für die einzelnen Übungen werden verschiedene Hilfsmittel benötigt. Dazu zählen eine besonders entwickelte Behandlungsbank sowie Zug- und Aufhängevorrichtungen sowie Fixierungen. Dadurch sind aktive, dreidimensionale und belastungsarme Bewegungen möglich.

Eine Behandlungssitzung besteht in der Regel aus drei Phasen:

In der Entlastungsphase liegt der Patient entspannt auf dem Bauch, was zu einer Befreiung von den Schmerzen sowie zu einer Dehnung der Muskeln ohne Fremdeinwirkung führt. Unterstützt werden kann die entlastende Wirkung auf die Wirbelgelenke und die Muskulatur durch Wärmeapplikationen, Massagetherapie und Elektroanwendungen. Dies führt neben der erhöhten Dehnfähigkeit von Muskeln, Sehnen und Bändern zu einer Senkung des Muskeltonus und ist eine wichtige Voraussetzung für die nächste Phase.

In der nachfolgenden Gymnastikphase geht es um das aktive Beüben der Muskulatur. Hier werden die Grundübungen für die schmerzfreien Körperregionen in Rückenlage durchgeführt, wobei verschiedene Geräte benutzt werden.

Abschließend folgt die Ruhephase, in welcher der Patient wieder entspannt auf dem Bauch liegt. Erneut können Wärmeapplikationen die therapeutische Wirkung verstärken. Bewährt haben sich dafür alle Verfahren, die der Patient als angenehm empfindet. Dies können beispielsweise medizinische Wannenbäder, Infrarotlicht, feuchte Wärme, CO2-Trockenbäder oder auch Fangoanwendungen sein.

Informieren Sie sich auch über unsere anderen Therapieformen wie die Rückenkur  oder die Schmerztherapie Rücken.