3. Basenfasten-Fahrt in den Harz 2018

Vom 25.02.- 04.03.2018 fand die vom GSV Hüllhorst zum 3. Mal organisierte und ausgebuchte Fahrt ins Kneipp-Vitalium Dr.-von-Plachy statt. 20 sehr unterschiedliche Damen im Alter von 45 bis 76 Jahren machten sich gemeinsam auf den Weg. Von der Heilpädagogin über die Standesbeamtin bis zur Rentnerin war alles vertreten. Mit den unterschiedlichsten Zielen und Erwartungen wie z.B.:   entschlacken durch Fasten, Linderung von  Arthrose, Gicht oder Rheuma, Darmprobleme wie Reizdarm oder Blähungen wesentlich verbessern, senken des Blutdrucks und Cholesterinspiegels, Allergien, Neurodermitis oder Schuppenflechte vermindern, Gewicht verlieren oder einfach nur erholen und die Seele baumeln lassen! Ein Ziel war aber für alle gleich: mit einem gesundem Körpergefühl nach Hüllhorst zurück zu kommen.

Wie jedes Jahr waren die Tage gefüllt mit: Frühgymnastik, Kneipp-Anwendungen wie Güsse, Wickel oder Heusack, Wassergymnastik, Aquafitness, Massagen oder anderen Therapieformen. Zwei wunderschöne Schneewanderungen, Shoppingtouren in die Stadt, Spaziergänge zum Kurpark, Fahrt mit der Seilbahn oder ein Städtetrip in eisiger Kälte nach Goslar. An den Abenden wurde entweder gespielt, gelacht, gesungen, die Sauna genutzt, ein Gesundheitsvortrag angehört, oder einfach dem müden Körper eine Auszeit bei einer progressiver Muskelentspannung (siehe 1. Foto: Entspannung) gegönnt.

Sehr hoch begehrt waren wieder die osteoplastischen Behandlungen und Fußreflextherapien. Hier wurden viele umsetzbare Tipps wie mehrwöchiger Verzicht auf Milchprodukte, Obst nicht roh-sondern dünsten oder dass roh los eben nicht für jedermann geeignet sei, gegeben.

Die TN nahmen dies sehr gern mit nach Hause, um diese Tipps auch anschließend im Alltag zu nutzen.

Basenfasten bedeutet eine kalorienreduzierte Ernährung mit Gemüse, Kartoffeln, etwas Obst, Erdmandelflocken (Chufas), Mandeln und Hirse (mineralstoffreich). Es gilt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich! Weiterhin verzichtet man auf tierische Produkte, Getreideprodukte (Brot, Nudeln), Reis, Nüsse und Mineralwasser. Der Fastenaspekt beinhaltet den Verzicht auf Zwischenmahlzeiten und auf Reizstoffe wie Zucker, Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Alkohol, Nikotin und Fernsehen.

Ein typischer Essensplan: morgens Beerentraum mit Mandelmus, mittags grüner Smoothie und Gemüsespaghetti mit Kräuter-Mandel-Pesto und abends Ofengemüse mit Backkartoffeln. Über den Tag verteilt 2-3 Liter Kräutertee und stilles Wasser.

 

Die „Gesundheitsreise“ des GSV Hüllhorst, mit dem super Preis-Leistungsverhältnis, ist bei allen sehr gut angekommen.

 

 

 

 

 

Reisebericht einer Sportgruppe im Februar 16

1. Fahrt zum Basenfasten in den Harz ein voller Erfolg

vom 14. bis 21. Februar 2016 

 

Erstmalig wurde vom Gemeindesportverband Hüllhorst unter der Leitung von Indra Pott eine Gruppenfahrt zum Fasten ins Kneipp-Vitalum Dr. von Plachy angeboten.

 

Am Valentinstag starteten 14 Teilnehmerinnen im Alter von 43-77 Jahren im Schneegestöber ihre Fahrt zum Basenfasten nach Bad Lauterberg.

Das sehr familiär geführte Haus fand bei allen großen Zuspruch. Vor allem die sehr persönliche Betreuung durch Ärzte, Krankenschwester und sämtlichen Personals findet man in dieser Form eher selten.  Der Chefarzt persönlich, samt Geschäftsführerin macht mit der Gruppe  eine wunderschöne Schneewanderung (Foto anbei).

 

Die Gruppe lernte sich schnell kennen und die Stimmung war immer sehr gut!

Die Tage waren gefüllt mit Frühgymnastik, Kneipp-Anwendungen, Massagen oder anderen Therapieformen, Wassergymnastik und vor allem 3 x täglich sehr leckerem basischem Essen, dass uns fast nie hungern lies und vor allem immer eine Augenweide war.

 

An den Nachmittagen fanden geführte Wanderungen und Spaziergänge in die Stadt oder zum Kurpark statt.

An den Abenden wurde viel gespielt und gelacht. Es gab unter anderem einem Singabend mit dem Chef persönlich. Eine Pianistin, die selbst zu Gast war, begleitet spontan am Klavier. Es wurde nach Herzenslust gesungen.

 

Aber auch an einem Fachvortrag über Kneipp und den Säure-Basenhaushalt und progressiver Muskelentspannung konnte man teilnehmen.

Somit war für jeden immer etwas im Angebot. Wer wollte konnte aber auch einfach mal, für sich alleine, die Seele baumeln lassen.

 

Am 21.2.2016 fuhren alle gut erholt, entschlackt und mit insgesamt 32,6 Kilos weniger Gewicht nach Hüllhorst zurück.

Die „Gesundheitsreise“ des GSV Hüllhorst mit der engagierten Reisebegleitung Indra Pott, die auf Wunsch der Teilnehmer spontan zusätzliche Wassergymnastik anbot, war ein voller Erfolg, bestätigten die Teilnehmer anschließend übereinstimmend. Das Preis-Leistungsverhältnis in dieser hervorragend geführten Unterkunft ließ keine Wünsche offen.

 

Eine Wiederholung der Reise ist für März 2017 geplant.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfahrungsbericht über eine 4wöchige Basenfastenkur im Juni 2014

"Nach viel zu langer Zeit mal wieder im Vitalium Dr. von Plachy

Wie kaputt ich war, merkte ich erst, als ich dieses Haus – und nach viel zu langer Zeit dazwischen – mal wieder betrat. Die besondere Atmosphäre des Vitalium Dr. von Plachy begann zu wirken, kaum dass ich die ersten bekannten Gesichter begrüßte oder von ihnen herzlich empfangen wurde. Im Erstgespräch mit dem mich durch die Kur begleitenden Arzt kam all das noch ungeordnet und unscharf zu Tage, was mich im Laufe der Zeit zugedeckt und mir zugesetzt hatte.

Wir ordneten es gemeinsam und loteten meine Bedürfnisse aus, die lange genug im Hintergrund gestanden hatten. Die dann erstellte Diagnose, der daraus folgende Ernährungsplan (Basenfasten), die notwendigen Kneippschen Anwendungen, das individuelle „Sportprogramm“ und Wellnesspaket und die medizinische Betreuung gaben die Richtung meines Aufenthaltes vor und machten Hoffnung auf eine gelingende Reha. Das Wort Sprech-Stunde hatte übrigens seine ursprüngliche Bedeutung wieder gewonnen.

Was mir anfänglich wie Horror vor Augen stand, waren die morgendlichen Kaltwaschungen oder Kaltwickel gegen 5.30 Uhr.

Wenn sich dann aber warmes Kribbeln an Händen und Füßen bemerkbar machte und sich der ganze Körper erwärmte und man noch eine Stunde oder mehr schlafen konnte, hatte der Start in den Morgen schon gut begonnen.

Vor dem Frühstück dann noch ins 30 Grad warme, sonnengelbe Schwimmbad oder Sportliches Munterwerden in der Turnhalle und ab in den Essraum, wo das auf die jeweiligen persönlichen Bedürfnisse vorbereitete Frühstück wartete.

Wenn man den Vormittagsplan günstig zusammengestellt bekam und Massage- und Entspannungstherapien mit den Wechselgüssen nach Kneipp (warm-kalt, warm-kalt, danach Ruhe oder Bewegung) unter einen Hut gebracht hatte, konnte man bis zum Mittagessen noch in die Stadt, in den Kurpark oder vom Haus gleich loswandern.

Das Mittagessen hatte immer besonderen Charakter. Die Gäste hatten sich mal wieder umgezogen: raus aus Fitness-Dress, Jogging-Anzug o.ä. und rein in die Garderobe, als gehe es ins Restaurant. Gesprächsfetzen wehten von Tisch zu Tisch – alle schienen gut gelaunt. Ansteckende Freundlichkeit und besondere Aufmerksamkeit des Service-Teams taten das ihre.

Und das Essen erst: das war schlicht der Hammer und an Einfallsreichtum, was man mit all den Gemüsesorten, Kräutern, Samen, Körnern und Früchten machen kann, kaum zu überbieten.

Als Basenfaster gewöhnte man es sich schnell ab, neidisch auf die mit Fleisch, Geflügel oder Fisch gefüllten Teller der Nachbarn zu blicken. Stattdessen hörte man oft: „Das sieht aber gut aus!“ Und das tat es tatsächlich und schmeckte auch so. Sieben verschiedene Rohkostsalate, sechs davon in Eiskugelform und verschieden angemacht um ein Bett von Blattsalaten in Dressing gesetzt, waren neben einem Glas frisch gepressten Obst-Gemüse-Saft, Gemüsebrühe mit Gemüsestreifen und Kartoffeln mit Leinöl der übliche Standard für mich.

Überraschend für alle war dann der Abend. Die Küche hatte sich zumeist etwas Besonderes ausgedacht. Alles im allem war es Verwöhnung pur.

Meist war nach dem Mittagessen Bettruhe angesagt (meist mit einem feuchtwarmen Heusack auf Magen, Leber oder Niere). Wohltuende Wärme, der Duft nach den Blumenwiesen des Allgäu – und schon war man eingeschlafen.

Nachmittags war eigentlich frei für eigene Unternehmen – eigentlich. Denn Vorträge der Therapeutinnen, gemeinsame Besuche von Stätten des Weltkulturerbes „Harzer Wasserregal“ und geführte Wanderungen waren starke Angebote.

Gerade die geführten Wanderungen zu sehenswerten Zielen des Harzes brachten Gäste zusammen, die sonst während der Mahlzeiten an verschiedenen Tischen saßen. Die Gespräche, die sich dann mit wechselnden Partnern ergaben, zeigten mir, dem gerade mal 70jährigen, dass die Sicht auf die Dinge der Welt von hippen End-Zwanzigern bis hin zu knorrigen Kneippianern um die 90 ein anderes Kaliber hatte als die meine. Und so lernte man auf diese Weise andere Gäste kennen und schätzen. Man war einander näher gekommen und der Umgang miteinander wurde vertrauter und persönlicher.

Wer daran nicht teilnehmen konnte oder wollte, dem standen die Geschäfte, Konditoreien und der Kurpark Bad Lauterbergs offen oder Wanderungen in die das Vitalium Dr. von Plachy umgebende Natur, die gleich vor der Haustür beginnt.

Abends war Entspannung nach Jacobson in der Turnhalle angesagt, Qi Gong, Arzt- und Ernährungsvorträge, gemeinsames Tanzen, offenes Singen oder eigenes Verwöhnprogramm in Sauna und Schwimmbad. Gern traf man sich dann noch auf ein Glas Wein im „Clubraum“ zu Gespräch und Gesellschaftsspielen. Manchmal aber bot das Haus gemeinsame Besuche von Theater und Oper an. Die kulturellen Ereignisse vor Ort (Konzerte, Vorträge) wurden angesagt, andere hingen im Foyer aus.

Wenn man dann abends ins Bett sank, freute man sich schon auf den nächsten Tag.

Ich war wieder überrascht, wie viel Zeit Ärzteschaft, die Therapeutinnen, das Büro, der Service im „Restaurant“ und der Zimmer-Service sich nahm, um neben der eigentlichen Arbeit den Gästen für Gespräche und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Und wie viel dabei gescherzt und gelacht wurde. Und dann leistet sich das Haus noch den Luxus von „Hausdamen“, die neben der Betreuung der Gäste manchmal auch zu deren Seelsorgern und Vertrauten wurden.

Die ganzheitliche Behandlung, die Regulierung meines vegetativen Systems, die Erlangung eines verloren geglaubten Lebensgefühls, das tolle Essen und der schicke, weiße Bademantel, den man leihweise gleich im Zimmer hängen hat, lassen mich bald wiederkommen. Und bestimmt vergeht nicht wieder so viel Zeit wie letztes Mal!"

 

Lüneburg im Juni 2014

Joachim Woltmann